Babytrage Test: Die 6 besten Tragen für dich und dein Kind

Tragen ist Liebe. In diesem kleinen Satz steckt so viel Wahrheit.

Wir (mein Mann und ich) tragen von Geburt an und lieben es.

Nicht nur die unglaubliche Nähe zum Kind, die Hilfe beim Einschlafen oder der echt riesige Vorteil, die Hände freizuhaben, hat uns überzeugt.

Eine Babytrage bietet noch so viel mehr und damit heißen wir dich Willkommen, zu unserem großen Babytrage Test.

Viele Tragen sind bei uns eingezogen, weitergezogen, geblieben oder vertauscht worden.

Ich möchte dir mit diesem Babytrage Test und dem ganzen Artikel einen Einblick in das große Thema Babytragen geben und zeigen, was wichtig ist und worauf jeder beim Kauf einer Tragehilfe achten sollte.

Nur zur Sicherheit, das hier ist ein persönlicher Test, ich spreche von meinen eigenen Erfahrungen und Tragen, die ich kenne und lange Zeit getestet habe.

Die besten Babytragen (Überblick)

Produkt
Beschreibung
Rating

Kokadi
TaiTai

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  • Half Buckle Trage mit Schnalle am Hüftgurt
  • Stufenlos anpassbar
  • Ergonomische Anhock-Spreizhaltung
  • Sehr hoher Tragekomfort
  • Durch Bänder auch für sehr breite Schultern geeignet
tragemutti-bewertung

5 von 5

In meinem
Babytrage Test

Ruckeli
Babytrage

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  • Full Buckle Trage mit Schnallen
  • Stufenlos anpassbar
  • Ergonomische Anhock-Spreizhaltung
  • Sehr hoher Tragekomfort
tragemutti-bewertung

4,5 von 5

In meinem
Babytrage Test

emeibaby
Babytrage

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  • Full Buckle Trage mit Schnallen
  • Stufenlos anpassbar & wächst mit
  • Ergonomische Anhock-Spreizhaltung
  • Sehr hoher Tragekomfort
  • Ohne binden
tragemutti-bewertung

4,5 von 5

In meinem
Babytrage Test

Hoppediz
Bondolino

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  • Half Buckle Trage mit Klettverschluss am Hüftgurt
  • Stufenlos anpassbar
  • Ergonomische Anhock-Spreizhaltung
  • Einfach Handhabung
  • Sehr bequem und rückenschonend
tragemutti-bewertung

4,5 von 5

In meinem
Babytrage Test

Fidella
Fly Tai

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  • Mei Tai Trage komplett ohne Schnallen und Klettverschlüsse
  • Stufenlos anpassbar
  • Ergonomische Anhock-Spreizhaltung
  • Einfach Handhabung
  • Sehr bequem und rückenschonend
tragemutti-bewertung

4,5 von 5

In meinem
Babytrage Test

Manduca
Babytrage

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  • Full Buckle Trage mit Schnallen
  • Stufenlos anpassbar
  • Ergonomische Anhock-Spreizhaltung
  • Einfach Handhabung
  • Sehr bequem und rückenschonend
  • Wichtig: Erst ab Sitzalter geeignet
tragemutti-bewertung

4 von 5

In meinem
Babytrage Test

Was es mit dem Tragen auf sich hat

Das Tragen von Babys ist keine neue oder moderne Erscheinung, auch wenn es teilweise so wirkt.

Säuglinge und Kleinkinder werden schon seit vielen hundert Jahren getragen. Noch heute wird in
60% der Welt getragen. In Asien und Afrika ist es das normalste der Welt.

Wir Menschen sind Traglinge, das bedeutet, dass unsere Säuglinge in den ersten Wochen und sogar Monaten nahe am Körper der Mutter, des Vaters oder anderer Familienmitglieder getragen werden.

Sein Kind in einen Kinderwagen zu legen ist eine relativ moderne mitteleuropäische Entwicklung.

Es geht hier auch gar nicht darum, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen und zu sagen: Du du so sollte das aber nicht sein. Es geht lediglich darum zu verstehen, dass es natürlich und normal sein sollte sein Baby zu tragen.

Babytragen erleben ein regelrechtes Comeback, das ist kein neuer Trend, sondern vermutlich eine der natürlichsten Sachen der Welt.

Die wichtigsten Vorteile einer Babytrage

Dass es ganz normal und natürlich ist sein Kleinkind oder sogar Neugeborenes in einer Trage zu tragen habe ich ja gerade schon erzählt, aber du willst ja sicher auch wissen, was es konkret für Vorteile hat.

Hier kommen die wichtigsten Vorteile und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde es gäbe keine Nachteile.

Eine enge Bindung

Ein Baby benötigt Nähe und Körperkontakt.

Neun Monate hat es intensive Nähe gespürt, daher ist das auch nach der Geburt ein großes Bedürfnis.

Dieses Bedürfnis lässt sich mithilfe von Babytragen ganz einfach stillen.

Die Bindung zu unserem Kind wird durch Nähe und Körperkontakt gestärkt und das gilt andersrum natürlich auch.

Eine Trage wirkt beruhigend

Das Körperkontakt beruhigend auf unsere Kinder wirkt, ist kein Geheimnis.

Sobald wir bemerken, dass dem Baby etwas fehlt, wird es auf den Arm genommen. Manchmal ist es auch genau das, was dem Kind fehlte – die Nähe und das Spüren des Körpers von Mama oder Papa.

Das Tragen in einer Babytrage ermöglicht es ein Baby über einen längeren Zeitraum beruhigen zu können.

Bei uns wurde anfangs fast nur in der Trage geschlafen.

Besonders praktisch wird die Babytrage immer dann, wenn die Kinder krank sind oder Zähne bekommen und dann noch mehr kuscheln wollen als sonst.

Weniger Schreien und Weinen

Durch die ständige und unterschwellige Kommunikation zwischen Mutter oder Vater und Kind und den Körperkontakt schreien Babys weniger.

Das wurde sogar in einer Studie nachgewiesen und laut dieser Studie weinen Kinder die häufig getragen werden im Schnitt 43% weniger als Kinder die nicht getragen werden.

Das hat natürlich nicht nur Vorteile für dein Kind, sondern natürlich auch für die elterlichen Nerven.

Auch schön für Mutter und Vater

Ist die Nähe zu unserem Kind nicht etwas ganz Besonderes?

Genießen wir es nicht in vollen Zügen?

Also, warum sollten wir das nicht in vollen Zügen nutzen und dieses Erlebnis mit einer Babytrage noch weiter intensivieren?

Ich habe vor allem festgestellt, dass besonders mein Mann oder Männer generell das Tragen genießen, weil die Kinder dann auch bei Papa seelenruhig schlafen.

Hände frei

Der hier ist nur für die Eltern, denn einer der größte Vorteil einer Babytrage ist, dass die Hände zum hantieren frei sind.

Wenn das Baby gerade Körperkontakt benötigt, krank oder müde ist und der Haushalt trotzdem erledigt werden muss, hilft es ungemein sich das Kind an den Körper binden zu können.

Ich persönlich wäre z.B. auch bei den täglichen Gassirunden mit unseren beiden Hunden ohne eine Trage echt aufgeschmissen gewesen.

Praktischer als ein Kinderwagen

Das mag jeder anders sehen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass der extra angeschaffte Kinderwagen sich nicht auch nur im Ansatz gegen die Babytrage durchsetzten konnte.

Er kam vielleicht alle paar Wochen zum Einsatz, um den Kauf irgendwie zu rechtfertigen aber die Babytrage mit all ihren Vorteilen war immer unsere erste Wahl.

24 Stunden Körperkontaktbabys

Es gibt leider Neugeborene die wirklich ständig Körperkontakt benötigen.

Sobald man sie ablegt fangen sie an zu weinen.

Das ist besonders für die Eltern alles andere als einfach.

Hier kann eine Trage oder ein Tragetuch auf einfachste Art und Weise Abhilfe schaffen.

Das Baby hat die gesamte Zeit über Körperkontakt und die Tragenden die Möglichkeit einen normalen Tag zu erleben.

Nachteile einer Babytrage

Es wäre vermessen zu behaupten Babytragen hätten nur Vorteile, es gibt natürlich auch einige Nachteile, aber gravierend sind sie nicht.

Ich will sie trotzdem nicht unerwähnt lassen.

Im Sommer eventuell sehr warm

Leider ist es natürlich so, dass im Sommer bei hohen Temperaturen eine Tragehilfe eine weitere Kleidungsschicht entspricht.

Auch die Körpertemperatur des Kindes ist da nicht hilfreich.

Es gibt Mischgewebe, das im Sommer definitiv angenehmer ist und auch Tragen die dünneren Stoff verwenden.

Sind wir aber mal ehrlich, im Sommer schwitzt man doch eh, oder etwa nicht? Und in der prallen Mittagshitze wird vermutlich auch niemand mit seinem Kind in der Trage herumrennen wollen.

Auf Dauer anstrengend

Es kommt natürlich ganz auf die Trage und einen selbst an. Aber das Gewicht des Kindes merkt man nach einiger Zeit, besonders wenn die Kinder älter werden, denn getragen werden kann bis 30 Kilogramm.

Nutzt du von Anfang an eine Trage, dann gewöhnst du dich aber schnell an das Gewicht und die Muskulatur gewöhnt sich ebenfalls dran.

Kinder legen ja zum Glück keine 10 Kilogramm über Nacht zu.

Eventuell Rücken/Schulterschmerzen

Mit zunehmendem Gewicht oder auch mit zunehmender Zeit in der Trage kann es natürlich zu Fehlhaltungen und Fehlbelastungen der Muskulatur kommen, die dann mit Schulterschmerzen oder Nackenschmerzen einhergehen.

Allzu ausgeprägt ist das Problem aber nicht und meistens ist es mit etwas Tragepause, einer heißen Dusche und ein paar Dehnübungen in den Griff zu bekommen.

Bei starken und dauerhaften Schmerzen solltest du natürlich trotzdem einen Arzt aufsuchen und nicht nur auf Hausmittel setzen.

Das war es auch schon mit den Nachteilen.

Alles in allem überwiegen die Vorteile deutlich und es gibt kaum Gründe es nicht zumindest mal mit einer Babytrage auszuprobieren.

Verschiedene Tragesysteme

Als Neuling in der Welt der Babytragen herrscht schnell große Verwirrung und Schuld sind in der Regel die verschiedenen Tragesysteme.

Da gibt es Komfortragen, Half Buckle, Full Buckle und Mei Tai Tragen… Wer soll denn da noch durchsehen.

Wie du gleich sehen wirst ist es aber gar nicht so schwer.

Babytrage Systeme Überblick

Hier sind die passenden Begriffe und Systeme noch einmal ausführlich erklärt.

Full Buckle Tragen

Eigentlich geht es bei den unterschiedlichen Systemen nur darum, wie die Trage verschlossen wird bzw. ob die Trage mit Schnallen ausgestattet ist oder über lange Tuchbahnen zum binden und knoten verfügt.

Full Buckle Tragen setzen ausschließlich auf Schnallen und funktionieren quasi wie ein Rucksack.

Irgendwann wurde zusätzlich der Begriff Komforttrage geprägt, der bezeichnet aber eigentlich nur eine Full Buckle, die dank der Schnallen direkt angezogen und genutzt werden kann.

Beispiele für Full Buckle Tragen wären z.B. die Manduca oder auch die Emeibaby.

Half Buckle Tragen

Half Buckle Tragen haben eine Kombination aus Schnallenverschlüssen am Bauchgurt. Die Träger sind lang und werden gebunden.

Die langen Schulterträger mögen zwar im ersten Augenblick umständlich wirken aber man gewöhnt sich so schnell daran und am Ende dauert es nur wenige Sekunden die Träger um sich zu legen und vorne zu verknoten.

Mei Tai

Die Mei Tai Trage besteht nur aus Bändern und keine Schnallen oder Klettverschlüsse. Sie hat lange Bauchgurte, die um die Hüfte gewickelt werden und lange Schultergurte, die wie bei der Half Buckle um den Körper gelegt und dann verknotet werden.

Babysize und Toddler Size

Bevor wir jetzt zu den Tragen kommen, die es in diesen Babytrage Test geschafft haben noch ein kurzes Wort zu den Größen.

Es geht nur darum, dass du nicht auf einmal mit einer zu großen Trage dastehst und dich über den Fehlkauf ärgerst.

Es gibt im Grunde zwei Größen in denen Babytragen erhältlich sind.

Baby-Size Tragen sind für Neugeborene und bis zu einem Gewicht von etwa 15 Kilogramm geeignet.

Die größeren Tragen werden oft als Toddler-Size bezeichnet und eignen sich bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm.

Manchmal gibt es je nach Hersteller kleine Abweichungen, aber als Faustrege kannst du dir merken: Baby-Size bis 15 kg und Toddler ab 15 kg bis 30 kg.

Babytragen Test (Empfehlungen)

Hier findest du alle oben bereits gezeigten Tragen, die ich selber lange Zeit genutzt habe und noch nutze und in meinem Babytrage Test uneingeschrenkt empfehlen kann.

Kokadi Tai Tai

Die Kokadi Tai Tai ist eine Half Buckle Trage und super geeignet für Trageanfänger die sich nicht davor scheuen, die langen Schultergurte zu binden. Die Kombination aus langen Schultergurten und dem breiten Hüftgurt lässt eine super individuelle Anpassung der Trage zu.

Der weiche Tuchstoff macht es ohne weiteres möglich, dein Kind perfekt zu beuteln und in die richtige Position zu bringen.

Von mir gibt es für die Kokadi Tai Tai eine absolute Kaufempfehlung.

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Ruckeli Babytrage

Hoher Tragekomfort für die Eltern und eine ideale Sitzposition für dein Kind, das zeichnet die Ruckeli Babytrage aus. Es gibt keine langen Gurte zum wickeln, sondern nur die flachen und breiten Gurte die mit Schnallen verschlossen werden.

Die leicht anzulegende Trage ist perfekt für werdende Tragemuttis und Papas geeignet und lässt sich problemlos anpassen.

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Emaibaby

Die Emeibaby ist eine gelungene Kombination aus Tragestoff und Babytrage die sich sehr komfortabel anlegen und einstellen lässt. Sie verteilt das Gewicht des Kindes so gut, dass man sie fast nicht spürt und das selbst bei größeren Kindern.

Ausgestattet mit Schnallen und leicht einzustellen Gurten zählt die Emeibaby zu den Full Buckle Tragen und bietet viel Tragespaß für Eltern und Kind.

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Hoppediz Bondolino

Die Bondolino war unsere erste Trage und hat uns sehr lange und sehr früh gute Dienste geleistet. Das Anlegen ist dank des breiten Gurtes und des Klettverschlusses ein absolutes Kinderspiel und die langen Schultergurte legen sich spätestens nach dem dritten Versuch auch wie von selber um die Schultern.

Falls du eine Babytrage suchst, die du ohne Bedenken ab Geburt nutzen kannst, dann ist die Bondo auf jeden Fall eine Überlegung wert.

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Fidella Fly Tai

Die klassische Mei Tai Trage ist sozusagen eine der Urtragen und kommt aus dem asiatischen Raum. Di langen Gurte werden um die Hüfte und die Schultern gebunden wobei die Auflageflächen der Schultergurte das Gewicht des Kindes super verteilen.

Auch hier der Hinweis, schreckt nicht davor zurück, dass die Tragegurte gebunden werden müssen, da gewöhnt man sich in Nullkommanix dran.

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Manduca

Die Manduca ist enorm beliebt und besonders unter Vätern ein echter Verkaufsschlager. Sie bietet viel Komfort für Kind und Träger hat aber leider eine Einschränkung, sie ist nicht für Säuglinge geeignet.

Hat dein Kind das Sitzalter erreicht und kann alle sitzen, dann ist die Zeit für die Manduca gekommen. Davor gibt es einfach besser Alternativen.

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Natürlich gibt es noch viele weitere tolle Tragen, die es nicht in dieses Ranking geschafft haben. Ich will hier allerdings nur Tragen empfehlen, die ich lange in Benutzung hatte und sicher sein kann, wie gut sie sind.

Rückentragen (Onbu)

Es gibt natürlich nicht nur Babytragen die vor dem Bauch genutzt werden, sondern auch Tragen für den Rücken.

Babytragen für den Rücken heißen Onbuhimo oder auch kurz Onbu und sie geben dir die Möglichkeit, dein Kind wie einen Rucksack durch die Welt zu tragen.

Besonders geeignet sind diese Tragen dann, wenn es um weitere Strecken mit bereits größeren Kindern geht, sie können aber auch wie alle anderen Babytragen zuhause oder für kurze Wege genutzt werden.

Hinweis: Viele Babytragen eignen sich für beides, also dafür vor dem Körper zu tragen aber auch für den Rücken.

Was du sonst noch wissen solltest

Du kannst dir die Entscheidung, welche Trage zu dir passt sehr schwer aber auch sehr leicht machen. Hier kommen noch einige Punkte die dir bei der Auswahl der richtigen Babytrage helfen können.

Hersteller

Es gibt Hersteller die machen einfach gute Tragen. Diese Tragen erfüllen alle Ansprüche die man sich als Eltern aber auch als Kind wünschen kann.

Es gibt aber auch einige sehr bekannte Hersteller, die vor allem gut Werbung machen aber z.B. für Neugeborene nicht geeignet sind (trotz sie es behaupten).

Worauf es wirklich ankommt erfährst du in den nächsten Punkten und ich hoffe du verstehst, dass ich aus rechtlichen Gründen keine Babytragen schlecht machen kann obwohl sie es verdient hätten.

Material

Babytragen die für Neugeborene genutzt werden sollten weich sein, am besten sind sie aus Stoff, der sonst für Tragetücher genutzt wird.

Neugeborene haben noch nicht genug Stabilität im Bereich der Wirbelsäule und das weiche Tuchmaterial sorgt dafür, dass kein Kind einen schönen, runden Rücken machen kann.

Es wird in der Sprache der Tragemuttis „gebeutelt“ und das ist enorm wichtig, denn eine zu feste Trage oder ein gerades Rückenteil können die Wirbelsäule deines Kindes nachhaltig schädigen.

Hinweis: Nicht nur in diesem Artikel, sondern auf meiner ganzen Seite, wird nicht eine Trage empfohlen die ein festes Rückenteil hat, sondern nur Babytragen mit denen sich gut beuteln lässt.

Verstellbarer Steg (Anhock-Spreizhaltung)

Der Teil des Hüft- bzw. Bauchgurtes auf dem dein Kind sitzt, das ist der Steg und bei guten Tragen ist er verstellbar.

Das ist wichtig für den richtigen Sitz in der Trage.

Dein Baby sollte in der Trage wie ein M aussehen. Der Rücken rund und die Knie höher als der Po. Diese Haltung nennt sich Anhock-Spreizhaltung und sie ist wichtig ergonomisches Sitzen in der Trage zu erreichen und Hüftschädigungen vorzubeugen.

Hinweis: Es hört sich vielleicht gerade so an, als könnte man seinem Kind mit einer Babytrage schaden. Dem ist aber nicht so, keine Angst. Solange du für einen runden Rücken und die Anhock-Spreizhaltung sorgst ist alles in Ordnung.

Einkuscheln ist Pflicht

Je nach Material können die Babytragen am Anfang etwas steif sein, das gibt sich aber sehr schnell.

Spätestens nach einer Woche intensiver Nutzung wirst du merken, wie die Oberflächen und Bänder oder Gurte immer geschmeidiger werden.

Dieses Eintragen nennt sich unter Tragemuttis „einkuscheln“ und noch häufiger als bei Babytragen ist es bei Tragetüchern zu hören.

Anlegen üben

Bei Babytragen mit Schnallen ist das Anlegen in den meisten Fällen kein großes Problem, du solltest dir einfach ein paar Minuten nehmen um alle Gurte und Schnallen auf dich einzustellen und dann kann es auch schon losgehen.

Bei Kombinationen aus Schnallen und Gurten wie bei der Mei Tai braucht es bestimmt ein paar Anläufe, bis du die langen Gurte sicher um Schultern und Baby legen kannst. Es geht aber bereits nach ein paar Tagen so schnell und sicher, als hättest du nie etwas anderes gemacht.

Nicht ganz ohne ist es, dein Baby auf dem Rücken zu tragen, weil du das Kind samt Trage wie ein Rucksack von Vorne um die Schulter auf den Rücken bekommen musst. Es ist nicht wirklich schwer aber zur Sicherheit, solltest du dir vielleicht jemanden suchen, der beiden ersten Versuchen Hilfestellung leistet.

Die richtige Kleidung

In Sachen Kleidung musst du eigentlich nur einen Punkt beachten. In der Trage solltest du auf Bodys und zu enge Strumpfhosen verzichten, weil diese dazu führen können, dass die Zehen von deinem Baby gestaucht werden während es in der Trage sitzt.

Die einfachste Lösung dafür ist, in der Babytrage immer eine oder zwei Nummer zu groß anziehen.

Ansonsten solltest du bedenken, dass die Trage locker eine Schicht Kleidung ersetzt und du deinem Kind entsprechend eine Schicht weniger anziehst, während es in der Trage sitzt.

Mitwachsende Tragen oder Babyeinsätze

Dass eine Trage mitwächst, definiert sich nicht über einen Neugeboreneneinsatz, sondern über einen verstellbaren Steg.

Wenn du dein Baby von Geburt an tragen möchtest, dann sollte der Steg auf jeden Fall verstellbar sein, um eine optimale Anhock-Spreizhaltung zu gewährleisten. Das tun übrigens alle hier empfohlenen Babytragen.

Viele Babytragen die eigentlich erst ab Sitzalter zu empfehlen sind, versuchen sich mit Einsätzen für Neugeborene zu empfehlen. Aus meiner Erfahrung kann ich nur dringend von solchen Tragen abraten, zumindest bis dein Kind sicher selber sitzen kann.

Neugeboreneneinsätze sind ein Kompromiss und ich würde statt einen Kompromiss einzugehen immer auf eine Trage setzten die perfekt zu mir und meinem Kind passt.

Im Zweifel kauft man halt einen Baby-Size bis 15 kg und falls dein Kind noch Spaß daran hat getragen zu werden eine Toddler-Size bis 30 Kg hinterher. Lieber so als eventuell auf kosten meines Kindes ein paar Euro zu sparen.

Stiftung Warentest und Ökotest

Einen Babytrage Test hat es bei der Stiftung Warentest bisher leider noch nicht gegeben, sollte sich das ändern, dann ergänzen wir die Ergebnisse und unsere Einschätzung dazu hier, an dieser Stelle.

Anders sieht es bei Ökotest aus, denn hier hat es im Jahr 2017 tatsächlich einen Test für Babytragen gegeben, allerdings wurden unter dem Sammelbegriff „Tragehilfen“ Babytragen und Tragetücher mit einander vergleichen und so das Ergebnis aus Sicht der Babytragen leicht verfälscht.

Falls du dich trotzdem für den Artikel und die Babytragen interessierst, findest du hier den Artikel von Ökotest.

Gebrauchte Tragen verlieren kaum an Wert

Hier noch ein Tipp für alle Sparfüchse, die vor den teilweise sehr hohen Preisen der Babytragen zurückschrecken.

Es existiert ein sehr aktiver Tauschhandel unter Besitzern und Besitzerinnen von Babytragen und, wenn man eine Zeit lang dabei ist, dann merkt man sehr schnell, dass Babytragen quasi nicht an Wert verlieren.

Oft lassen sich selbst nach einem oder zwei Jahren Gebrauch noch ohne großen Wertverlust verkaufen. Es gibt sogar Tragen und vor allem Tragetücher die gebraucht, also eingekuschelt sogar noch an Wert zulegen.

Häufige Fragen zu Babytragen

Babytragen haben einen großen Verunsicherungsfaktor und werfen immer jede Menge Fragen auf. Das hier sind, die häufigsten fragen von werdenden Tragemuttis und Tragepapas.

Ab wann kann man eine Babytrage nutzen?

Du kannst dein Baby von Geburt an tragen. Achte auf eine Trage, die eine gute Anhock-Spreizhaltung zulässt und einen weichen Rücken hat, so schützt du Hüfte und Rücken deines Neugeborenen.

Wie lange kann getragen werden?

Im Grunde kannst du dein Kind so lange tragen, wie du es möchtest oder so lange, wie dein Kind daran Freude hat. Toddler-Size Tragen sind durchschnittlich bis 30 Kilogramm ausgelegt.

Wie lange am Tag?

So lange und so viel du möchtest oder dein Kind die Kuscheleinheiten braucht. Zwar heißt es immer mal wieder im Internet, man solle nicht zu lange tragen aber bei einer gut eingestellten, hochwertigen Babytrage kannst du dein Kind so viele Stunden am Tag tragen, wie du es für richtig hältst.

Welche Tragen sind am besten?

Die beste Babytrage ist die, die den höchstmöglichen Komfort für den Träger bietet und gleichzeitig ergonomisches und gesundes Sitzen für das Kind ermöglicht.

Alle Tragen, die ich hier in meinem Babytragen Test zeige und vorstelle, wurden von mir und einer Vielzahl anderer Mütter und Väter getestet und für sehr gut befunden.

Trotzdem ist es so, dass jeder Mensch und jedes Kind anatomisch anders ist und die Babytrage, die dem einen super passt, drückt und zwickt vielleicht bei jemand anderem. Deswegen gehört unter Umständen etwas ausprobieren dazu, um die beste Babytrage zu finden.

Solange aber die Grundvoraussetzungen stimmen, sind es oft nur Kleinigkeiten, die eventuell den Unterschied machen und die hier gezeigten Tragen erfüllen alle Grundvoraussetzungen, um sich als ideale Trage für dich zu erweisen.

Bis wie viel Kilogramm kann eine Babytrage genutzt werden?

Um es einfach zu machen, Babytragen können von Geburt an also etwa 3 Kilogramm bis 30 kg genutzt werden und das ohne größere Probleme.

Du solltest allerdings auf die richtigen Größen achten, denn Baby-Size Tragen gehen meist bis zu einem Gewicht von 15 Kilogramm, danach wir bis 30 kg eine Toddler Trage fällig.

Baby nach vorne tragen?!?!?

Nein. Nein und nochmal nein. Benutze bitte keine Tragen die dein Kind nach vorne schauen lassen.

Ein besonders wichtiger Aspekt der Babytrage ist die Kommunikation zwischen Kind und Elternteil und diese kann nicht stattfinden, wenn dein Kind nach vorne schaut.

Außerdem verstehen Kindern (je nach Alter) nicht, dass du da bist, auch wenn du direkt hinter ihnen bist. Sie sind also allen Umwelteinflüssen und Reizen komplett ausgeliefert und die Chance dein Kind zu überreizen, sogar massiv zu verstören ist sehr groß.

Zu guter Letzt kann man sein Kind nicht richtig beuteln und es kann keine Anhock-Spreizhaltung einnehmen, das gilt natürlich besonders bei den ganz kleinen. Es kann also zu Schädigungen des Rückens oder der Hüfte kommen.

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